Paper Prince - Erin Watt

Wie auch der erste Teil ist auch Paper Prince wieder im selben Schema gehalten - flüssiger Schreibstil, schnell geschehende Handlung, Drama und vor allem: Erotik. Darum bleibt meine abschließende Meinung hier gleich: Das Buch ist nett für zwischendurch, muss allerdings nicht unbedingt gelesen werden. Große literarische Kunst oder ausgefeilte Charaktere finden sich hier nicht, es ist eine unterhaltsame Geschichte über die Eskapaden der Reichen und Mächtigen mit einer Liebesgeschichte im Vordergrund.

 

Letztlich lässt sich die Handlung kurz zusammenfassen: Reed möchte Allie zurückgewinnen. 

Nachdem diese die Royal-Villa überstürzt verlassen hat, macht er sich sofort intensiv auf die Suche nach ihr und möchte die aufkeimende Beziehung zwischen den Beiden mit allen Mitteln retten. Doch Allie ist zutief verletzt und denkt gar nicht daran, ihm zu verzeihen - immerhin hat sie bei ihrer Mutter erlebt, was für katastrophale Auswirkungen der falsche Mann haben kann. Doch die Royals lässt man nicht einfach sitzen und schon bald befindet sich Allie wieder in der Villa - doch ob sie Reed widerstehen kann, wird sich noch zeigen... 

 

Wer diese Bücher liest, kann sich vor allem auf Eines gefasst machen: Drama. Denn Ruhe kehrt auch in diesem Teil der Trilogie nicht ein. Allies und Reeds on-off-Beziehung ist nur die Rahmenhandlung für diverse weitere Rangeleien rund um Einfluss, Geld und Beziehungen. Und Sex. Sehr viel Sex an diversen Orten zu den verschiedensten Zeitpunkten mit mal mehr, mal weniger nachvollziehbaren Partnern. Durch den lockeren Schreibstil des Autorinnen Duos wird das Buch dennoch zu einem richtigen pageturner und ich gebe zu, es wird Interesse am Ausgang der komplizierten Liebesbeziehung geweckt. Ein wenig überzogen wirken die Geschehnisse rund um die Royals dennoch - derartig viel Sex und Gewalt ist einfach nicht realistisch, auch wenn die Autorinnen sich bemühen, Drogen und die Langeweile der Reichen mit hinein zu flechten. Der Roman lebt von seiner Schreibweise, die Handlung erinnert mich an eine Seifenoper.

 

Meiner Meinung nach sollte beim Kauf des Buches zudem auf die entsprechende Altersgruppe geachtet werden - immerhin ist das Buch trotz allem stellenweise sehr obszön und teilweise Gewalt verherrlichend. Wer jedoch das Ende der Pubertät erreicht oder überschritten hat und den Roman nicht zu ernst nimmt, hat hier die Chance auf einige vergnügliche Lesestunden.

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