Dark Matter - Blake Crouch

Jason Dessen ist recht zufrieden mit seinem Leben. Er liebt seine Frau Daniela und seinen Sohn Charlie über alles. Doch von Zeit zu Zeit fragt er sich, was geschehen wäre, wenn er seine Karriere als Physiker weiter verfolgt hätte, statt sich für die Familie zu entscheiden. Und er ist nicht der Einzige, der sich diese Frage stellt...

 

Eines Tages wird Jason auf dem Nachhauseweg von einem Unbekannten überfallen. Dieser spritzt ihm eine Substanz und sperrt ihn in eine merkwürdige schwarze Kiste ein. "Bist du glücklich?" fragt er ihn - dann wird alles um Jason herum schwarz... Als er erwacht, ist er an einem ihm unbekannten Ort umgeben von Menschen, die ihn zu kennen scheinen - ihn, die Koryphäe auf dem Gebiet der Quantenphysik. Schnell wird ihn klar, dass er weiter mitspielen muss. Denn wer weiß, was die Unbekannten mit ihm tun wenn sie herausfinden,, dass er nicht der ist, für den sie ihn halten? Und findet er einen Weg, zu seiner Familie zurück zu kehren?

 

Dieses Buch ist kurz gesagt absolut brillant. Die mehr als interessante Grundidee bietet den Ramen für eine rasante Geschichte, die mit mehreren absolut unvorhersehbaren Entwicklungen aufwarten kann. Zu keinem Zeitpunkt ist der Ausgang des Buches oder gar eines Kapitels für den Leser zu erkennen. 

 

Besonders hervorzuheben sind die fundierten Kenntnisse des Autors, die dafür sorgen, dass die Ausführungen über Physik und Quantenmechanik der Realität und dem derzeitigen Stand der Wissenschaften folgen - bis zu dem Punkt, an dem die Möglichkeit, in ein Paralleluniversum zu wechseln, real wird. Dennoch gibt es keine langen wissenschaftlichen Abhandlungen, denen man womöglich nicht mehr folgen könnte, die benötigten Informationen werden durch Jasons Gedankengänge oder Gespräche mit der Geschichte verwoben. 

 

Das gesamte Buch ist aus der Perspektive von Jason geschrieben, gerade dadurch wird die Spannung nochmals erhöht. Genau wie die Leser weiß er nicht, in was er hier hinein geraten ist und wie er zu seiner Familie zurück kommen soll. Zusätzlich wird noch die Frage aufgeworfen, was er tun soll, wenn er zurück nach Hause findet - soll er sich mit seinem anderen Ich um Daniela und Charlie streiten? Den anderen Jason töten? Ist er dazu überhaupt fähig?

 

Zur weiteren Handlung möchte ich hier nichts schreiben, um nicht zu viel zu verraten - das Element der Überraschung ist hier stets präsent und sorgt dafür, dass man das geniale Buch auf gar keinen Fall aus der Hand legen kann. Selbst wenn man es geschafft hat, sich einmal vom Buch zu lösen, spukt die Geschichte weiter im Kopf herum. Wie bereits erwähnt - es ist brillant. 

 

Der lockere Schreibstil mit nicht zu verschachtelten oder langen Sätzen sind ein weiterer Pluspunkt, da dieser die Handlung nochmals lebendiger und fließender macht. Viel Wert wird hier auf Unterhaltungen gelegt, wodurch die Handlung wie in einem Film vor den Augen des Lesers abläuft. Jason selbst ist sehr sympatisch und seine Gedanken fortwährend nachvollziehbar - in einer solch verdrehten Situation muss die Hauptfigur stimmen. Er hat einige überaus menschliche Schwächen und gerade dadurch ist er so gelungen. Selbst während Jason verzweifelt oder wütend handelt, bleibt er menschlich und wird nicht zu einem Antihelden oder ähnlichem.

 

Für mich hat das Buch in jeder Kategorie die volle Punktzahl erzielt und sollte unbedingt von möglichst vielen Menschen gelesen werden. 

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