Die neunte Stadt - J. Patrick Black

Die neunte Stadt ist nicht einfach nur ein Science Fiction Buch, es ist ein Meisterwerk.

 

Torro lebt als Fabrikarbeiter in einer von neun Städten auf der Welt und hat wie auch seine Freunde die Aufgabe, für die Regierung bestimmte Quoten an Nahrungsmitteln abzuliefern - denn diese werden für den Krieg gebraucht. einen Krieg, von dem die einfachen Menschen nur eines wissen: Niemand, der an die Front geht, kam jemals zurück. Es gibt bereits Verschwörungstheorien darüber, dass ein Krieg gar nicht existiert und die Spekulationen darüber, was die Regierung vertuschen möchte, überschlagen sich. Und eines Tages wird sein größter Alptraum war: Torro muss in den Krieg. 

 

Von derartigen Dingen wissen die Schwestern Naomi und Rae nichts. Sie ziehen mit ihrem Volk durch die Welt, sind völlig frei und unabhängig von den Städten. Doch als Rae nach einem Kampf verschwindet und ihre "Koda" zwischen die Fronten gerät, müssen sie Unterschlupf finden - in einer Stadt. Und auch für sie dauert es nicht lange, bis sie in den Krieg verwickelt werden. 

 

Für die anderen Hauptprotagonisten ist der Krieg bereits Realität. Sie sind Teile der Armee - aktiv im Kampf oder an der Akademie der Soldaten - und haben die schreckliche Wahrheit bereits akzeptiert. Die Menschheit befindet sich im Krieg - mit einer außerirdischen Spezies. 

 

Der Autor nimmt seine Leser mit in eine faszinierende Welt voller komplizierter Magie (ich übertreibe nicht, diese Art der Magie hat etwas von hoher Mathematik und ich bin mir nicht sicher, diese ganz verstanden zu haben), eines großen Kampfes zwischen den Spezies und sehr viele verschiedene Charaktere, die sich (mehr oder weniger freiwillig) in den Kampf stürzen müssen. Die Aliens sind unheimlich, die Armee vernünftig strukturiert die sich anbahnenden Liebesgeschichten lassen den Leser schnell Seiten bilden und verkomplizieren die zwischenmenschlichen Beziehungen auf wunderbar realistische Weise - ein ausgezeichnetes Konstrukt. 

 

Dem Autor gelingt es, den großen Endkampf gegen die Außerirdischen als starke Rahmenhandlung einiger Nebenhandlungen aufzuziehen, während derer sich die Charaktere entfalten können und die Geschichte auf ein großes Finale zusammen laufen zu lassen. 

 

Dabei haben alle Charaktere ihre Eigenheiten und Macken, die der Geschichte Authentizität verleihen und die Begegnungen und Unterhaltungen zwischen ihnen perfekt in die Geschichte einfließen lassen. Es gibt Flirts, Streits und Intrigen - wie im echten Leben. Besonders hervorzuheben ist auch der Humor des Autors der beispielsweisee Star Wars Zitate und die vollkommen verstörten Reaktionen der postapokalyptisch aufgewachsenen Menschen in die Geschichte aufgenommen hat. 

 

Mein Fazit ist eindeutig: Es ist eine geniale Sci Fi Geschichte und ich will dringend MEHR DAVON.