Finderlohn - Stephen King

Ein berühmter Autor wird grausam ermordet. Die Diebe stehen viel Bargeld und auch etwas viel wertvolleres: unveröffentlichte Manuskripte, die Fortsetzung seiner weltweit verbreiteten und viel diskutierten Werke.


Jahre später findet der junge Pete einen vergrabendn Koffer - darin findet sich Geld, das seiner Familie über eine schwere Zeit hinweg hilft und Bücher, die sein Leben verändern.


Als seine Familie erneut in Not gerät, versucht er, eines der Bücher zu verkaufen. Und der frisch aus dem Knast entlassene Mörder des Autors findet es heraus - Die Jagd beginnt... Ist Detektiv Hodge in der Lage, das Leben von Pete zu rechnen?


Die Grundhandlung des Buches ist gut und Stephen Kings Schreibstil ist leicht und dennoch detailliert, deshalb funktioniert er sehr gut. Dennoch mangelt es dem Roman vor allem an zwei Dingen: Spannung und Sympathie gegenüber den Protagonisten.


Obwohl die Idee eine gute ist, nimmt die Handlung erst langsam Fahrt auf. Tatsächliche Spannung kam für mich erst beim großen Showdown am Ende des Romans auf und gerade hier enttäuscht der Autor. Bisher hat King mich gerade mit seinen Spannungsbögen überzeugt, hier jedoch nicht. Zudem gibt King zwar Einblicke in die Gefühlswelt seiner Protagonisten, hat in mir jedoch keine Sympathie für einen von ihnen hervorrufen können.


Die Faszination an einem Buch kann ich absolut nachvollziehen und auch Petes Hingabe gegenüber seiner Familie funktioniert mit diesem Charakter - doch das ist alles. Es funktioniert, ich kann es verstehen - nachhaltigen Eindruck hinterlässt Pete jedoch nicht und mit den anderen Charakteren ist es ebenso.


Als Lektüre "zwischendurch" funktioniert der Roman also recht gut, unbedingt empfehlenswert ist er aus meiner Sicht jedoch nicht. 

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