Der Nachtwandler - Sebastian Fitzek

W E R  B I S T  D U,  W E N N  D U  S C H L Ä F S T ?

 

 

Leon ist Schlafwandler. Das für sich genommen klingt nicht gefährlich, doch in seiner Jugend war er sogar in Behandlung - denn er könnte im Schlaf gewalttätig werden. Er dachte, er hätte dies hinter sich gelassen - doch eines Tages wacht er auf, während seine verletzte und panische Frau Natalie fluchtartig die Wohnung verlässt. Anschließend bleibt sie verschwunden, ist für niemanden mehr erreichbar - hat Leon ihr etwas angetan?

 

Ihm bleibt keine andere Wahl - er muss sich selbst nachspüren. Während er verzweifelt versucht, wach zu bleiben, findet er in der Wohnung mehrere Hinweise darauf, dass er im Schlaf ein geheimes Doppelleben führt. Er entdeckt ein Labyrinth im Untergrund seines Hauses und wird immer tiefer hineingezogen in die Suche nach der Wahrheit, umgeben von schrecklichen Gewalttaten. Doch wäre er wirklich fähig, seiner Liebsten im Schlaf etwas schreckliches anzutun? Wäre es tatsächlich möglich, dass er sie sogar getötet hat, ohne dies im Wachzustand noch zu wissen? Und was steckt hinter dem Labyrinth in seinem Haus, das immer düsterere Eigenschaften aufweist?

 

Das Buch lässt sich mit einem Wort beschreiben: SPANNEND.

 

Fitzek lässt sowohl seine Hauptfigur wie auch seine Leser an der geistigen Zurechnungsfähigkeit von Leon zweifeln und stellt bis zum Ende hin die große Frage: Kann man tatsächlich im Schlaf gewalttätig sein, ohne dies noch zu wissen? Wie viel von Leons gewalttätiger Psyche ist auch im Wachzustand vorhanden? Und könnte er sich selbst etwas antun, um zu verhindern, dass Natalie gefunden wird?

 

Ich bin absolut überzeugt und empfehle den Roman jedem weiter, der sich auf psychologischer Ebene einmal richtig gruseln möchte.