Geborene Freaks - Andrew Kaufmann

Was tut eine Großmutter nicht alles für ihre Enkel? Um ihren geliebten Enkelkindern einen guten Start in ihr Leben zu ermöglichen, gibt ihnen die Großmutter einige Gaben mit - gut gemeint erweisen sich diese jedoch als Fluch. So kann beispielsweise Angie nie jemandem böse sein und verzeiht stets alles - das erweist sich schließlich als Gift für ihr Liebesleben. Ihr Bruder Kent gewinnt jeden Kampf - und hat daher das Gefühl, sich stets beweisen zu müssen. Schwester Abba verliert nie die Hoffnung und kann daher auch Jahres später noch nicht glauben, dass ihr Vater tatsächlich verstorben ist - und so weiter und so fort.

 

Kurz vor ihrem Tod möchte die Großmutter die Flüche von ihnen nehmen und trägt daher Angie auf, die zerstrittene Familie an ihrem Krankenbett zu versammeln. Die hochschwangere Angie macht sich auf, ihre Geschwister aus ihren (merkwürdigen) Leben zu reißen und beginnt einen großen Roadtrip zur Großmutter.

 

Leider hat mir das Buch nicht sonderlich gefallen. Die Grundidee ist interessant und die skurrilen Charaktere durchaus einfallsreich, jedoch konnte keiner von ihnen große Sympathien wecken. Die Geschichte entwickelt sich rasant, für meinen Geschmack etwas zu schnell. Zudem werden die Handlungen immer ausgefallener und spätestens als die geistig verwirrte Mutter all ihren Kindern die Köpfe rasiert, hat mich die Geschichte nicht mehr wirklich fesseln können. Zudem waren nicht alle Entwicklungen, die die Charaktere aufgrund der Flüche durchmachen, wirklich nachvollziehbar.

 

Die schwierige Kindheit der Freaks wird kurz beleuchtet, jedoch schafft es der Autor hier ebenfalls nicht, Verständnis oder Mitgefühl für die Freaks zu erwecken. Gerade zum Ende hin wurde die Handlung für mein Empfinden zu abgedreht und die Entscheidungen der Geschwister nicht mehr nachvollziehbar.

 

Fazit: Der Autor ist sehr kreativ, die Umsetzung überzeugt mich jedoch nicht.